Bildbearbeitung für Einsteiger: Die ersten Schritte
Viele Einsteiger glauben, dass Bildbearbeitung mit Schummeln zu tun hat. Das Gegenteil ist der Fall. Schon in der analogen Dunkelkammer wurden Bilder aufgehellt, abgedunkelt und im Kontrast verfeinert. Die digitale Entwicklung setzt diese Tradition fort. In wenigen Schritten holen Sie aus einer Aufnahme das Beste heraus, ohne dass das Ergebnis künstlich wirkt.
Mit dem Weißabgleich beginnen
Stimmt der Weißabgleich nicht, wirkt das gesamte Bild zu kühl oder zu warm. Korrigieren Sie ihn zuerst, damit Weiß wieder neutral erscheint. Erst danach lohnt sich die Feinarbeit an Helligkeit und Kontrast, sonst arbeiten Sie auf einer falschen Grundlage.
Licht und Schatten ausbalancieren
Heben Sie dunkle Bereiche behutsam an und nehmen Sie überstrahlte Stellen zurück. So gewinnen Sie Zeichnung in den Schatten und in den hellen Wolken, ohne dass das Bild flau wird. Gehen Sie sparsam vor, denn übertriebene Korrekturen verraten sich sofort.
Farben gezielt verfeinern
Eine leichte Anhebung der Sättigung lässt ein Bild lebendiger wirken, doch weniger ist hier oft mehr. Wer Hauttöne bearbeitet, sollte besonders vorsichtig sein, damit sie natürlich bleiben. Manchmal genügt es, nur eine einzelne Farbe etwas kräftiger zu machen, statt das ganze Bild zu sättigen.
Zum Schluss schärfen
Die Schärfung ist immer der letzte Schritt. Eine moderate Schärfung lässt Details hervortreten, eine übertriebene erzeugt hässliche Ränder und Bildrauschen. Betrachten Sie das Ergebnis in voller Größe, bevor Sie speichern. Mit diesen wenigen, behutsamen Eingriffen verwandeln Sie eine solide Aufnahme in ein Bild, das wirkt, ohne überbearbeitet zu sein.